Anatomie online |
Funktionelle Anatomie |
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Das Herz (Cor) Das Herz (Cor) ähnelt in der äußeren Form einem schräggestellten Kegel, dessen Spitze (Apex cordis) nach links unten und vorn geneigt ist. Die Form wird von der linken Kammer (Ventriculis sinister) gebildet. Die Herzbasis (Basis cordis) ist nach oben und hinten gerichtet. An ihr münden die großen Gefäßstämme. Über die obere und untere Hohlvene (Vena cava superior et inferior) wird das sauerstoffarme Blut des Körperkreislaufs in den rechten Vorhof (Atrium dextrum) geleitet. Es fließt während der Erschlaffung der Kammern (Diastole) durch die offene dreizipflige Segelklappe in die rechte Herzkammer (Ventriculus dexter). Von hier wird das Blut während der Kontraktion der Kammer (Systole) über den Truncus pulmonalis und die Lungenarterien (Aa. pulmonales) in den Lungenkreislauf gepumpt. Nachdem in der Lungenstrombahn der Gasaustausch erfolgt ist, gelangt das sauerstoffreiche Blut über die Lungenvenen (Vv. pulmonales) in den linken Herzvorhof (Atrium sinistrum) und durch die zweizipflige Segelklappe in die linke Kammer (Ventriculus sinister). Von dort aus wird es über die Aorta in das arterielle Stromgebiet des Körperkreislaufs geleitet. Die Arterien zur Versorgung der Herzmuskulatur (Myokard) gehen als erste Äste der Aorta noch innerhalb des Herzbeutels ab. Die Herzkranzarterien sind funktionelle Endarterien; bei Verlegung ihres Lumens werden die nachgeschalteten Versorgungsgebiete nicht mehr genügend durchblutet. Es entsteht das Krankheitsbild des Myokardinfarkts. |
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Abbildungen (v.l.n.r.): Illustrationen: © Frank Geisler |
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