Anatomie Mensch
Haut, Hautschutz, Haar

Funktionelle Anatomie von Frank Geisler
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Anatomie des Menschen: Haut (Derma, Cutis)

Anatomie der Haut Derma, Cutis mit Haar Pili, Hautschichten und Hautrezeptoren

Schnitte durch Haar, Haut und Hautrezeptoren. Die Haut ist das größte Organ des Menschen, sie schützt den Organismus und reguliert den Wärmehaushalt.

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Funktionelle
Anatomie
in Wort und Bild

Inhaltsverzeichnis

Glossar

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Einwirkung von Sonnenstrahlen auf die Haut  Cutis, UV-Strahlen auf die Haut

Einwirkung von
Sonnenstrahlen
auf die Haut

Anatomie Fingerkuppe mit Nagel, Fingernagel der Haut
Fingerkuppe
mit Fingernagel,
eine Hornbildung
der Haut

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Anatomie der Haut (Cutis) und Haar

Aufgaben der Haut

Die äußere Körperoberfläche wird von der Haut (Cutis) bedeckt. Diese ist flächenmäßig das größte (je nach Körperumfang und Körpergröße 1,5 bis 2 m2), das schwerste (bis zu 10 kg) und funktionell das vielseitigste Organ des menschlichen Organismus. Die Haut dient der Abgrenzung von Innen und Außen (Hüllorgan), dem Schutz vor Umwelteinflüssen, der Repräsentation, Kommunikation und Wahrung der Homöostase (inneres Gleichgewicht). Weiterhin übernimmt die Haut wichtige Funktionen im Bereich des Stoffwechsels und der Immunologie und verfügt über vielfältige Anpassungsmechanismen.
Sie übernimmt vielseitige Aufgaben: Temperaturregelung, Wasserhaushalt, Reizaufnahme und Reizbeantwortung sowie die Abwehr. Bekannte Reaktionen sind die Rötung bei bestimmten Krankheiten, oder auch die Blaufärbung bei Herzkrankheiten.

Hautschichten der Haut

Allgemein besteht die Haut (Cutis) aus der Oberhaut (Epidermis), einem mehrschichtigen verhornten Plattenepithel, und der Lederhaut (Dermis, Corium) mit einem engen Geflecht von Fasern, die fest mit der Oberhaut verflochten sind. Darunter schließt sich die Unterhaut (Tela subcutanea) an.
Die in der Oberhaut vorkommenden Pigmentzellen (Melanozyten) sind für die Hautfarbe verantwortlich. Die Melaninbildung kann durch Sonnenstrahlen verstärkt werden – Sonnenbräune. Vitamin A-Mangel führt zu vermehrter Verhornung (Hyperkeratose).

Feinaufbau der Haut

Erst durch die Lederhaut erreicht die Haut ihre Festigkeit und Elastizität. Die oberen Anteile reichen zapfenförmig in die Oberhaut – die Papillarschicht (Papillarkörper, Stratum papillare). In ihr befinden sich neben den Kollagenfasern die Blutkapillare und Lymphkapillare sowie die Nervenaufzweigungen und spezielle Sinnesorgane (Meissner-Tastkörperchen). Die Geflechtsschicht (Stratum reticulare) darunter sorgt für die Elastizität der Haut. In ihr befinden sich die Haarwurzeln mit dem Haarmuskel (M. arrector pili), den Knäueln der Talgdrüsen sowie Vater-Pacini-Lamellenkörperchen.

Ein Einstich macht wegen der geordneten Faserrichtung kein Loch, sondern einen Spalt. Diese Spaltlinien verlaufen in Richtung der geringsten Dehnbarkeit, was gerade für kosmetische Eingriffe wichtig ist. Die Unterhaut (Subcutis) ist mit gekammertem Bindewebe und Fettgewebe ausgefüllt und stellt die Verbindung zur oberflächlichen Körperfaszie her. In der Unterhaut befinden sich die größeren Blutgefäße und Lymphgefäße.

Rezeptoren, Sinnesorgane der Haut

Die Haut besitzt unterschiedliche Rezeptoren: Die Merkel-Tastscheiben befinden sich im Epithel bzw. an der Haarwurzel. Die Meissner-Tastkörperchen liegen in der Lederhaut der Fingerbeere. Die Vater-Pacini-Körperchen sind in Lederhaut und Unterhaut verteilt, sie reagieren auf Druck und Vibration. Die Krause-Körperchen in der Lederhaut sind Kälte-Rezeptoren. Dagegen sind die Ruffini-Körperchen, die Wärme-Rezeptoren, welche nicht so häufig in der Haut vorkommen, im unteren Bereich der Lederhaut zu finden – viele Menschen empfinden Wärme nicht so schnell wie Kälte. Aber auch freie Nervenendigungen registrieren Tast-, Schmerz- und Temperaturreize.

Anatomie Sinnesorgane der Haut Cutis mit Sinnneszellen Meissner-Tastkörperchen, Merkel-Tastscheibe, Ruffini-Tastkörperchen, Vater-Pacini-Körperchen und freie Nervenendigung Anatomie Haut Cutis und Haar Pili, Hautschichten Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut mit Haarwurzel


Sinnesorgane der Haut:
1 = Meissner-Tastkörperchen,
2 = Merkel-Tastscheibe,
3 = Ruffini-Tastkörperchen,
4 = Vater-Pacini-Körperchen,
5 = freie Nervenendigung


Haut-Ausschnitt der Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut mit Haar (Pili) mit Haarschaft, Haarwurzel mit Wurzelscheide und Haarmuskel (M. arrector pili) sowie der Talgdrüse (Haarbalgdrüse).

Haare (Pili, Capillus, Crinis, Coma) in der Haut

Die Haare (Pili) dienen meist der Tastempfindung und als Wärmeschutz. Sie bestehen im Wesentlichen aus Keratin und ist grob in drei Schichten aufgebaut: Cuticula, Cortex und Medulla. Die äußerste Schicht, Cuticula oder Schuppenschicht, besteht aus flachen, übereinandergreifenden und verhornten, abgestorbenen Zellen. Der Cortex, auch Faserschicht oder Faserstamm, macht etwa 80 Prozent des Haaranteils aus. Der Cortex besteht aus Faserbündeln, die aus einer großen Zahl feinster Keratinfasern, den Fibrillen, bestehen. Bei dicken Haaren fällt in wenigen Fällen eine starke Auflockerung der Faserstruktur mit teilweise Höhlräumen im Zentrum des Haares auf, die im Faserstamm sonst so geordnete Struktur fehlt hier. Diesen Bereich des Haares nennt man Markkanal oder Mark (Medulla).
Man verliert täglich etwa 50 Haare. Die Hautdrüsen sind als Schweißdrüsen, Duftdrüsen und Talgdrüsen tätig.

Nägel (Ungues) der Haut

Die Nägel (Ungues) sind besondere Hornbildungen der Haut. Die Nägel, auch Nagelplatten genannt, sind Abkömmlinge der Epidermis. Die Nägel bilden sich an der Nagelwurzel aus Hornplatten. Die Nagelwurzel befindet sich am Grunde der Nageltasche. Das Epithel, das in der Nageltasche dorsal der Nagelplatte aufliegt, wird als Eponychium bezeichnet; das, welchem der Nagel von palmar her aufliegt, als Hyponychium.

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