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Funktionelle Anatomie |
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Schädel und oberflächliches Kopfgebiet
Über eine gedachte senkrechte Linie, die die Mitte des Ober- und Unterrandes der Orbita schneidet und bis zum vorderen Drittel des Unterkiefers reicht, lassen sich die drei typischen Austrittsstellen der sensiblen Äste des Drillingsnervs (N. trigeminus) bestimmen. Im Kopfbereich unterscheidet man zwei Muskelgruppen: die mimische und die eigentliche Kaumuskulatur. Die mimische Muskulatur besitzt keine Faszie, setzt mit ihren zarten Fasern an der Haut bzw. an der Schleimhaut an und ermöglicht so das Minenspiel des Gesichts. Sie gruppiert sich um die Öffnungen im Kopfbereich einschließlich deren knorpligen Anteilen (Nase und Ohrmuschel). Die Kaumuskeln bewirken das Schließen des Mundes und Mahlbewegungen im Kiefergelenk. Unmittelbar vor dem Ohr liegt die Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis) mit ihrem Ausführungsgang (Ductus parotideus). Dieser durchbohrt nach horizontalem Verlauf den Wangenmuskel (M. buccinator) und mündet gegenüber dem 2. oberen Molaren im Mundvorhof (Vestibulum oris). Die derbe Bindegewebshülle der Ohrspeicheldrüse wird bei Entzündungen des Organs in schmerzhafte Spannung versetzt. Durch die Drüse verläuft.der motorische Gesichtsnerv (N. facialis), der sich am Vorderrand der Drüse radiär aufzweigt und die mimischen Muskeln innerviert. Die eigentliche Kaumuskulatur wird vom Unterkiefernerv (N. mandibularis aus dem N. trigeminus) versorgt. Die oberflächliche Gesichtsgegend gehört hauptsächlich zum Stromgebiet von A. und V. facialis. |
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