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Innere und äußere Genitalorgane der Frau
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Mediannaher Sagittalschnitt durch die weiblichen Beckenorgane

Illustration: © Frank Geisler

Als innere weibliche Geschlechtsorgane bezeichnet man Eierstock (Ovarium), Eileiter (Tuba uterina), Gebärmutter (Uterus) und Scheide (Vagina), die sich alle im Beckenbereich befinden. Die äußeren weiblichen Genitalorgane werden gebildet von den großen Schamlippen (Labia majora), dem Kitzler (Clitoris), den kleinen Schamlippen (Labia minora), dem von ihnen eingeschlossenen Scheidenvorhof (Vestibulum vaginae) mit den hier mündenden Drüsen und der äußeren Öffnung der weiblichen Harnröhre (Urethra). Vulva ist die klinische Bezeichnung für die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane. Das mandelförmige Ovar liegt intraperitoneal, ist etwa 3-5 cm lang und hat eine Dicke von 0,5-1 cm. Es wird durch Haltebänder schräg am Beckeneingang fixiert. In ihm erfolgt die Reifung und Bereitstellung der Eizellen, die in der Zeit zwischen dem Eintritt der Geschlechtsreife und dem Klimakterium durch den monatlichen Eisprung (Ovulation) ausgestoßen werden.
Dabei wandert ein Tertiär- oder Bläschenfollikel (Graafscher Follikel) an die Oberfläche des Ovars und platzt beim Eisprung.

Die sich entleerende Flüssigkeit mit der Eizelle gelangt so aus dem Eierstock in die Nähe der Fimbrien des Eileiters. Der Restteil des geplatzten Follikels wird zum Gelbkörper (Corpus luteum) und gibt das Progesteron (Gelbkörperhormon) ab, während vor der Ovulation im Ovar die Bildung von Östrogenen (Follikelhormone) erfolgt. Eine der fransenförmigen Anhängsel (Fimbria ovarica) des Eileiters ist am Ovar befestigt. Durch diesen Kontakt und durch eine peristaltisch erzeugte Sogwirkung wird die Eizelle zunächst in die Ampulle des Eileiters transportiert, wo die mögliche Befruchtung stattfindet. Eine Eizelle bleibt nur 6-24 Stunden befruchtungsfähig, während für Spermien im Eileiter 2-4 Tage angegeben werden. An den erweiterten Abschnitt der Tube schließt sich der verengte Isthmus an. Ihm folgt die kurze Einmündungsstrecke in den Uterus. Die Gebärmutter bereitet mit ihrer Schleimhaut während jedes Zyklus die Einnistung des Keimes vor und dient als Fruchthalter in der Schwangerschaft. Die Schleimhaut wird als Endometrium, die Muskulatur als Myometrium und der Peritonealüberzug als Perimetrium bezeichnet. Die Vagina besitzt eine häutig-muskulöse Wandung, dient der Aufnahme des Sperma und verhindert durch ihr saures Sekret aufsteigende Infektionen. Das äußere Genitale beginnt mit dem oberhalb der Schamspalte (Rima pudendi) liegenden behaarten Schamberg (Mons pubis). Nach unten folgen die mit Fettgewebe gepolsterten großen Schamlippen. Innen davon begrenzen die kleinen Schamlippen mit ihrer Innenfläche den Scheidenvorhof. Hier mündet unterhalb der Clitoris die weibliche Harnröhre in den Scheidenvorhof.

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Illustrationen: © Frank Geisler

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