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Funktionelle Anatomie |
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Innere und äußere Genitalorgane der Frau
Die sich entleerende Flüssigkeit mit der Eizelle gelangt so aus dem Eierstock in die Nähe der Fimbrien des Eileiters. Der Restteil des geplatzten Follikels wird zum Gelbkörper (Corpus luteum) und gibt das Progesteron (Gelbkörperhormon) ab, während vor der Ovulation im Ovar die Bildung von Östrogenen (Follikelhormone) erfolgt. Eine der fransenförmigen Anhängsel (Fimbria ovarica) des Eileiters ist am Ovar befestigt. Durch diesen Kontakt und durch eine peristaltisch erzeugte Sogwirkung wird die Eizelle zunächst in die Ampulle des Eileiters transportiert, wo die mögliche Befruchtung stattfindet. Eine Eizelle bleibt nur 6-24 Stunden befruchtungsfähig, während für Spermien im Eileiter 2-4 Tage angegeben werden. An den erweiterten Abschnitt der Tube schließt sich der verengte Isthmus an. Ihm folgt die kurze Einmündungsstrecke in den Uterus. Die Gebärmutter bereitet mit ihrer Schleimhaut während jedes Zyklus die Einnistung des Keimes vor und dient als Fruchthalter in der Schwangerschaft. Die Schleimhaut wird als Endometrium, die Muskulatur als Myometrium und der Peritonealüberzug als Perimetrium bezeichnet. Die Vagina besitzt eine häutig-muskulöse Wandung, dient der Aufnahme des Sperma und verhindert durch ihr saures Sekret aufsteigende Infektionen. Das äußere Genitale beginnt mit dem oberhalb der Schamspalte (Rima pudendi) liegenden behaarten Schamberg (Mons pubis). Nach unten folgen die mit Fettgewebe gepolsterten großen Schamlippen. Innen davon begrenzen die kleinen Schamlippen mit ihrer Innenfläche den Scheidenvorhof. Hier mündet unterhalb der Clitoris die weibliche Harnröhre in den Scheidenvorhof. |
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Histologische und Illustrationen: © Frank Geisler |
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