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Funktionelle Anatomie |
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Mundhöhle
Die Muskelfasern der Zunge verlaufen in einer dreidimensionalen Anordnung, wodurch die hohe Beweglichkeit zustande kommt. Die Zunge dient der Bewegung des Bissens, der Bildung der Laute und als Sinnesorgan. Die Geschmackspapillen befinden sich am Zungenrücken und an den seitlichen Zungenrändern. Die Lokalisation für die Geschmacksqualitäten süß, sauer, bitter und salzig sind nicht gleichmäßig über den Zungenrücken verteilt, sondern in typischer Weise angeordnet. An der Unterseite ist der Zungenkörper locker mit dem Mundboden verbunden und enthält in der Mittellinie das Zungenbändchen (Frenulum linguae). Seitlich davon mündet jeweils der gemeinsame Ausführungsgang der Unterkiefer- und Unterzungendrüse (Glandula submandibularis et sublingualis). Im Bereich der Zungenwurzel ist median die Zungenmandel (Tonsilla lingualis) eingelagert. Diese gehört, wie die paarigen Gaumenmandeln (Tonsillae palatinae), die zwischen vorderem und hinterem Gaumenbogen des weichen Gaumens liegen, zum lymphatischen Rachenring. Die Gaumenbögen bilden in der Mittellinie außerdem das nach unten ragende Zäpfchen (Uvula). Das Dach der Mundhöhle wird in den vorderen zwei Dritteln vom harten Gaumen (Palatum durum) und dorsal vom weichen Gaumen (Palatum molle) gestaltet. Die Schleimhaut besteht aus mehrschichtigem Plattenepithel mit Schleimdrüsen; sie ist fest im Periost verankert. |
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Illustrationen: © Frank Geisler |
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