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Funktionelle Anatomie |
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Schultergegend
Die seitliche Schultergegend entspricht der Ausdehnung des Deltamuskels (M. deltoideus). Er überlagert und schützt das Schultergelenk. Luxationen (Verrenkungen), bei denen der Oberarmkopf aus der Gelenkpfanne getreten ist, sind durch eine Abflachung der Schulter erkennbar. Die hintere Schultergegend dehnt sich über dem Schulterblatt aus. An der Innenfläche des Schulterblattes liegen der M. subscapularis, an der Außenfläche die Mm. supraspinatus et infraspinatus. Die Sehnen dieser Muskeln umgeben die Gelenkkapsel, halten den Oberarmkopf in der Gelenkpfanne und schützen das Gelenk vor Verrenkungen. Die Achselhöhle (Fossa axillaris) ist ein in der Tiefe liegender, pyramidenförmiger Raum, durch den der in Fettgewebe eingebettete Gefäß-Nerven-Strang, vor Zerrungen geschützt, vom Hals zum Arm geführt wird. In ihr befinden sich zahlreiche Lymphgefäße und Lymphknoten, die die Lymphe des Armes, der Brustwand und der Brustdrüse aufnehmen. Die enge Nachbarschaft von Nerven und Lymphknoten kann bei deren Erkrankung zu Innervationsstörungen und ausstrahlenden Schmerzen führen. Die Achselhöhle wird vorn von den Brustmuskeln, hinten vom M. subscapularis, medial vom Thorax und vorderen Sägemuskel (M. serratus anterior) und lateral vom Oberarmknochen begrenzt. Den kaudalen Abschluss bildet die Fascia axillaris, die von Haut bedeckt in der Achselgrube von außen getastet werden kann. Die drei Faszikel des Armgeflechts lagern sich während ihres Verlaufs durch die Achselhöhle von dorsal, lateral und medial um die A. axillaris. Aus ihnen gehen dann die Nerven zur motorischen und sensiblen Versorgung der oberen Extremität hervor, z.B. der N. radialis, N. axillaris, N. musculocutaneus, N. medianus und N. ulnaris. |
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