Anatomie online |
Funktionelle Anatomie |
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Fuß (Pes) Der Fuß (Pes) wird in die Fußwurzel (Tarsus), den Mittelfuß (Metatarsus) und die Zehen (Digiti pedis) eingeteilt. Das Sprungbein (Talus) der Fußwurzel ist über das obere Sprunggelenk (Articulatio talocrualis) mit den beiden Unterschenkelknochen verbunden. Dabei bilden die unteren Anteile der Tibia und der Fibula die durch eine feste Bandhaft (Syndesmosis tibiofibularis) zusammengefügte Knöchelgabel, die zangenartig die Gelenkflächen am Talus umklammert. Diese Art der Knochenführung und die kräftig ausgebildeten Seitenbänder bedingen, dass im oberen Sprungelenk nur Beuge- und Streckbewegungen (Plantar- und Dorsalflexion) um eine quere, durch die Knöchel gedachte Achse vorgenommen werden können. Die anderen Knochen der Fußwurzel, das Kahnbein (Os naviculare), die drei Keilbeine (Ossa cuneiformia) und das Würfelbein (Os cuboideum) sind kleiner als das Sprung- und das Fersenbein (Calcaneus) und sind zwischen diesen und den Mittelfußknochen eingefügt.
Die anderen Gelenke zwischen den Knochen der Fußwurzel und die Fußwurzel-Mittelfußgelenke sind als straffe Gelenke (Amphiarthrosen) so gebaut, dass nur ein federndes Wackeln möglich ist. dagegen können die Grund-, Mittel- und Endgelenke der Zehen gebeugt und gestreckt werden; in den ersteren sind auch Spreizbewegungen möglich. Die große Zehe (Hallux) besitzt nur ein Grund- und Endgelenk. Bau und Beweglichkeit des Fußes sind dem aufrechten Gang des Menschen angepasst. Dem entspricht auch die doppelte Gewölbeform des Fußes. das Skelett ist sowohl in der Längs- als auch in der Querrichtung gewölbt. Die Gewölbe werden durch die Form und Lage der Fußknochen bestimmt sowie durch die Wirkung von Bändern und Muskeln aufrechterhalten. |
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Illustrationen: © Frank Geisler |
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