Anatomie Mensch
Organe, Abdomen, Oberbauch

Funktionelle Anatomie von Frank Geisler
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Anatomie Bauchraum: Organe im Oberbauch

Anatomie Abdomen Thorax Mensch, Organe Magen, Zwölffingerdarm, Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenblase und Milz im Oberbauch Epigastrium

Rumpfquerschnitt in Höhe des 1. Lendenwirbels. Als Epigastrium wird die Bauchregion des Oberbauch bezeichnet, mit Magen, Zwölffingerdarm, Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenblase und Milz ...

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Funktionelle
Anatomie
in Wort und Bild

Inhaltsverzeichnis

Glossar

Lende, Wirbelsäule, Lendenwirbelsäule, Aorta, Bauchaorta, Abdomen, Bauch, abdominalis, Bauchhöhle, Bauchmuskulatur, Bauchraum, autochtone, Pankreas, Bauchspeicheldrüse, Zwölffingerdarm, Duodenum, Hohlvene, horizontal, inferior, Körper, Leber, Hepar, Galle, Gallenblase, Bilis, Vesica fellea, Magen, Gaster, Milz, Splen, Lien, Niere, Ren, Nieren, Rippen, Medulla spinalis, Rückenmark, Rückenmarkskanal, Rückenmuskulatur, Ureter, Vena, Wirbel, Wirbelkörper, Anatomie, Organ, Organe, Mensch, Medizin, Bild, Grafik, Illustration, Zeichnung

Anatomie Rumpf, Organe im Oberbauch

Anatomie und Topografie der Organe im Oberbauch

Der Oberbauch (Epigastrium) des Menschen ist die Bauchregion zwischen Rippenbogen und Bauchnabel. Im Oberbauch befinden sich Magen (Gaster, Ventriculus), Zwölffingerdarm (Duodenum), Bauchspeicheldrüse (Pancreas), sowie Leber (Hepar) und Gallenblase (Vesica biliaris oder fellea), links unter dem Rippenbogen in der Tiefe des Bauches die Milz (Splen, Lien). Ansonsten sind auch Teile des Dickdarms (Colon) und Dünndarms (Intestinum tenue) im Oberbauch gelegen. Diese Vielfalt an Strukturen macht verständlich, dass die Abklärung von Beschwerden im Oberbauch eine sorgfältige Untersuchung erfordert.
An einem Körperschnitt in Höhe des 1. Lendenwirbels lassen sich die Schichten der Rumpfwand, die Bauchhöhle mit den Organen des Oberbauchs, auch Drüsenbauch genannt, und der Retroperitonealraum gut beschreiben. An der Bauchwand wird der absteigende Verlauf der unteren Rippen zum Schutz der Oberbauchorgane sichtbar.

Anatomie Rumpf mit Bauchmuskeln, Rückenmuskeln und Muskeln der Hüfte, sowie Wirbel der Wirbelsäule

Die breiten Ursprungs- und Ansatzflächen der Bauchmuskeln sichern in den skelettfreien Abschnitten die Stabilität. Sie ermöglichen auch die vielseitigen Bewegungen des Rumpfes. Die platten Sehnen (Aponeurosen) der seitlichen Bauchmuskeln umschließen von vorn und hinten die geraden Bauchmuskeln und erreichen die Mittellinie als weiße Linie (Linea alba). An diesen Stellen können Sehnenlücken und Narbenbrüche entstehen.
Die Rückenmuskulatur ist gekennzeichnet durch ihre Gliederung in verschiedenen Schichten. Die oberflächlichen Muskeln dienen der Verfestigung des Rumpfes und der Bewegung der oberen Gliedmaßen. Sie besitzen an der Wirbelsäule breite Sehen, am Rücken dünne großflächige Muskelbäuche und setzen schmal am Arm an. Die tiefe Gruppe liegt in einem von den Wirbelfortsätzen und den oberflächlichen Muskeln begrenzten Kanal und garantiert die hohe Beweglichkeit der Wirbelsäule.
Seitlich vor den Lendenwirbelkörpern entspringen bereits die Anteile der vorderen Hüftmuskeln (M. psoas), die hinter dem Retroperitonealraum verlaufen und medial den Oberschenkelknochen (Femur) erreichen. Krankhafte Prozesse, die an der Lendenwirbelsäule mit Gewebszerstörungen (Nekrosen) einhergehen, können als Senkungsabszesse bis zum Ansatz des Muskels reichen.

Anatomie Organe im Retroperitonealraum

Im Retroperitonealraum sind in dieser Höhe die Nieren (Renes) mit ihren Hüllen angeschnitten. Das Hüllsystem ist nach medial offen, damit können Nierengefäße die Mittellinie überschreiten. Die linke Nierenvene (V. renalis sinistra) wechselt vor der Wirbelsäule und vor der Bauchaorta (Aorta abdominalis) auf die rechte Seite über und erreicht hier die untere Hohlvene (V. cava inferior). Unmittelbar davor befindet sich die ebenfalls retroperitoneal gelegenen Bauchspeicheldrüse (Pankreas), die den Milzeingang (Hilum) berührt.

Die linke Hälfte der Peritonealhöhle wird hauptsächlich von dem Magenkörper (Corpus gastricum) und der Milz (Splen, Lien) ausgefüllt. Der rechte Teil des Oberbauches ist ganz der Leber (Hepar) vorbehalten. An den rechten Leberlappen lagert sich die Gallenblase (Bilis, Vesica fellea) an. Retroperitoneal verläuft der absteigende Teil des Zwölffingerdarms (Duodenum), der dorsal an die rechten Nierenhüllen heranreicht und den Pankreaskopf tangiert. Durch die engen Beziehungen von Gallenblase, Duodenum und Pankreaskopf können pathologische Prozesse von einem Organ auf das andere übergreifen.
Die großen Gefäße konzentrieren sich auf ein Gebiet unmittelbar vor den Lendenwirbelkörpern, wobei die Bauchaorta (Aorta abdominalis suprarenalis) etwas mehr links verläuft, während neben der deutlich rechts liegenden unteren Hohlvene (Vena cava inferior) die Pfortader (V. portae) erscheint, die sich aus den Zuflüssen der Darmabschnitte und der Milz gebildet hat. Sie nimmt später noch die Magenvenen auf. Direkt vor der Aorta vereinigen sich in dieser Höhe die Lymphstämme aus dem Bauchraum und dem Lendengebiet zum Milchbrustgang (Ductus thoracicus).

(nach oben)
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