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Aktuell - Atemsystem, Husten |
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Husten ist stets ein Krankheitssignal Husten, Schnupfen, Heiserkeit dieses Trio als Symptomkombination der sogenannten Erkältung kennt wohl jeder und macht immer wieder die Bekanntschaft mit diesen lästigen Beschwerden. Nahezu jeder Erwachsene leidet mindestens einmal pro Jahr darunter und man leidet wirklich. Denn die Lebensqualität ist beispielweise durch den quälenden, heftigen Husten (nicht das leichte Räuspern oder Hüsteln) deutlich eingeschränkt, der Schlaf ist gestört, die Leistungsfähigkeit wird vermindert, Kopf- und Gliederschmerzen stellen sich ein, und es können durchaus ernsthafte Komplikationen wie Lungenentzündungen oder chronische Verläufe mit Atemnot folgen. Frieren lockt Viren Bei einer Erkältungskrankheit ist nicht die Kälte die eigentliche Krankheitsursache, aber sie erleichtert den Mikroorganismen das Überwinden der Schleimhautbarriere in den Atemwegen. Kälteeinfluss (zumal bei unzweckmäßiger Kleidung) ist folglich ein Wegbereiter für die Schar der Erkältungsviren. Husten Reinigungsversuch des Atemsystems Ein gesunder Mensch ohne funktionelle Störungen in den Atemwegen hustet nicht. Husten ist ein Schutzreflex der Atemwege und dient dazu, unerwünschte Eindringlinge sowie krankhaft veränder-tes Sekret aus den unteren Atemwegen herauszuschleudern. Ein gesundes Atemsystem versorgt den Körper mit Sauerstoff und hilft die Lunge sauber zu halten. Das geschieht normalerweise still und leise. Die Selbstreinigung, die die Lunge gesund und funktionsfähig hält, ist Aufgabe der Bronchialschleimhaut, auf der Flimmerhärchen (Zilien) und Sekret zusammenarbeiten. Die Zilien fegen wie ein Besen die eingedrungenen Fremdpartikel in Richtung Rachen. Dabei dient der Schleimfilm der Bronchialschleimhaut als Förderband. Im Rachen werden die Partikel dann entweder verschluckt oder abgehustet. Welche immense Reinigungsarbeit die Atemorgane dabei zu bewältigen haben, macht folgendes Beispiel deutlich: Die Lungenoberfläche entspricht ungefähr der Größe von 100 Balkontischen. Jeder weiß: Lässt man diese 24 Stunden draußen stehen, lagert sich auf der Oberfläche jede Menge Staub ab eine Belastung, die mit jener der Atmungsorgane an nur einem Tag vergleichbar ist (von Rauchern ganz zu schweigen). Dauerhusten schindet die Bronchien Erst wenn die Atemwege über Gebühr strapaziert werden, wird der Hustenreflex aktiviert. Drei Komponenten sind am Hustenvorgang beteiligt: Bei einer Erkältung sind die Flimmerhärchen häufig von zähem Schleim verklebt und in ihrer Funktion behindert. Der Schleim wird nicht mehr abtransportiert. Der Körper wehrt sich mit Hustenanfällen, wodurch der Schutzfilm über der Bronchialschleimhaut teilweise weggerissen wird. Sie liegt dann schutzlos offen und das Risiko für weitere Infektionen und Folgeerkrankungen steigt. Bei Husten sind weiterhin reichliche Trinkmengen zu empfehlen. Das Rauchen oder die Atemwegsbelastung mit reizenden Dämpfen bzw. Staub sind in der Erkältungszeit besonders zu meiden. Körperliche Belastung sollte nicht übertrieben werden, da dabei der Sauerstoffbedarf ansteigt. < zurück |
Abbildungen: Husten schematisch als physiologischer Vorgang dargestellt. © Frank Geisler in Zusammenarbeit mit Mucosolvan® //
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