Physiologie Mensch
Kreislauf, Blutkreislauf

Physiologie des Menschen von Frank Geisler
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Das Kreislaufsystem

Kreislaufsystem mit Herz, Körperkreislauf und Lungenkreislauf, Blut, Blutkreislauf

Strömungs- und Druckprofile des Blutkreislaufs. Das gesamte Blut des Menschen durchfließt innerhalb von 60 Sekunden einmal den Organismus; zum Kreislaufsystem gehören Herz, Körper- und Lungenkreislauf.

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Funktionen
des menschlichen Organismus
in Wort und Bild

Inhaltsverzeichnis
Physiologie

Glossar

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Das Kreislaufsystem vermittelt den Blutstrom durch den ganzen Körper. Es umfasst den kleinen oder Lungenkreislauf und den großen Körperkreislauf. Das Herz schaltet beide hintereinander, so dass gleiche Volumen pro Zeit durch sie fließen. Im Körper liegen die Organkreisläufe nebeneinander geschaltet und erhalten Anteile vom Gesamtstrom.
Im Verlauf verzweigen sich die Gefäße von Arterien bis zu Kapillaren bei sich verengendem Durchmesser und werden danach wieder zu Gefäßen mit sich vergrößerndem Durchmesser, den Venen, zusammengeführt.
Die Verzweigung vergrößert den Gesamtquerschnitt (q), so dass das Blut in Transportgefäßen schneller und bei Kapillaraustausch langsamer fließt – Strömungsprofil (v). Verengungen und Aufzweigungen erzeugen in Arteriolen den größten, in Kapillaren einen großen Widerstand (W). So fällt der Blutdruck in den Arteriolen am stärksten und wird hier am iwrksamsten reguliert – Druckprofil (P). Dabei wird der Strom auch auf die Organe verteilt.

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Der Blutdruck ist der Druck des Blutes in einem Gefäß. So wird in der Fachsprache der exaktere Begriff des Gefäßdruckes verwendet. Spricht man ohne näheren Zusatz vom Blutdruck, dann meint man in der Regel den arteriellen Druck in den großen Schlagadern auf Herzhöhe (BD oder BP, gebräuchlich ist auch RR für Riva-Rocci), der meistens an der Brachialarterie des Oberarmes gemessen wird. Daneben ist auch der zentralvenöse Druck von medizinischem Interesse.
Entgegen naturwissenschaftlichen Gepflogenheiten und technischen Normen wird nicht der absolute Druck, sondern der Überdruck gegenüber der Atmosphäre angegeben, und es wird nicht die SI-Einheit Pascal, sondern die traditionelle Einheit mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) verwendet.
Den Kreislaufabschnitten obliegen eigene Aufgaben. Der systolische arterielle Druck wird durch die Auswurfkraft des Herzens erzeugt. Der diastolische arterielle Druck entspricht dem Dauerdruck im arteriellen Gefäßsystem. Die Compliance der großen Arterien und ihre Windkesselfunktion begrenzen beim Auswurf den systolischen Wert und sorgen durch ihre Pufferfunktion für einen, wenn auch geringeren, Blutfluss in der Diastole.
Bei körperlicher Anstrengung nehmen Herzminutenvolumen und Durchblutung der Peripherie zu. Der Gefäßwiderstand sinkt. Der systolische arterielle Druck steigt stärker an als der diastolische Wert.

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In den Arterien herrscht Transportstrom. Der Windkessel sichert während der Diastole den Betriebsdruck und kontinuierlichen Strom in die Peripherie. Die Arteriolen verteilen den Strom auf die Organe nach Stoffwechselbedürfnissen.
In den Kapillaren laufen Austausch zwischen Blut und Gewebe nach Diffusionsgefälle, wie für O2 und CO2, oder Filtrationsdruck und Resorption ab. Dabei entsteht der Lymphstrom.
Die Venen speichern Volumen und sichern den Rückstrom zum Herzen. Im Stehen dehnt das Gewicht des Blutes ihre Wand: Blut sackt nach unten (Orthostase). So zeigen Füße hohe Drücke in in Arterien und Venen, in letzteren auch große Volumen, was den Rückstrom behindert.
Die Förderleistung des Kreislaufs in Ruhe umfasst 5 l/min.; sie werden nach Bedarf auf Herz (5 %), Gehirn (15 %), Nieren (20 %), Muskeln (15 %) und anderen Organen verteilt.
Für die arterielle Druckmessung ermittelt man zwei Werte: Den oberen oder ersten Wert nennt man systolischen arteriellen Druck. Er charakterisiert den Druck im Herzen in dem Moment, in dem sich der Herzmuskel maximal zusammen zieht. Sobald sich der Herzmuskel entspannt, sinkt der arterielle Druck auf den zweiten oder unteren Wert ab (diastolischer arterieller Druck). Anstrengung und Stress sind für den Anstieg des systolischen arteriellen Drucks verantwortlich. Der diastolische arterielle Druck ergibt sich durch die Widerstandsverhältnisse in den Blutgefäßen. Ablagerungen in den Gefäßen (Arteriosklerose) lassen den arteriellen Druck also steigen.

(nach oben)
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